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rupse(klammert)

Dienstag, Oktober 18, 2005

Sonderbares

Ich war heute zum ersten Mal in einem Blindengarten. Sowas gibt's im Kurpark gegenüber meiner Reha-Klinik.

Ein absolut eigenartiger Gedanke, sich versuchen vorzustellen wie sich ein Blinder eine Pflanze vorstellt. Diese kann er dort nun ertasten und sich ggf. noch ein Blatt dieser in den Fingern verreiben, damit dessen ureigenster Geruch auf die Fingerkuppen übergeht und man dann daran das Aroma nasal erschnuppern kann. Funktioniert natürlich nicht oft, denn soviele Fingerkuppenpaare hat man ja nicht und wenn man zudem noch ein blinder Raucher ist, wird's eh eng mit der Auswahl.

Zudem kann der Sehschwache mit seinen (vielleicht aromatesque angehauchten) Fingerkuppen ein vor der Pflanze angebrachtes in Braille (Blindenschrift) geschriebenes (bzw. gepunktetes) Hinweisschild mit Name der jeweiligen Pflanze in Deutsch und Latein erlesen - heißßt das dann wirklich "Erlesen"? Es steht aber auch nochmal in "normal" da, für die Sehenden unter den Blinden.

Da gibt's jedenfalls zudem ganz komische und mir bisher völligst fremde Pflanzen. Ich nehme das nächste Mal 'nen Zettel mit und schreib' die mir mal auf. Auflösung also demnächst hier.

Kakteen und Kaktusse gibt's übrigens keine!

3 Comments:

At 8:04 nachm., Blogger andreas said...

das Aroma nasal erschnuppern

Lieber Rupert,

ja wie denn sonst? Wenn nicht nasal? tststs ...

Grüße

andi

 
At 6:58 nachm., Blogger Rupse said...

Wer ist Rupert?

Schmecken, also oral ginge doch aber auch!

 
At 6:44 nachm., Blogger andreas said...

aber schnuppern geht nur nasal (und nicht oral), oder?

schmecken -> oral
erschnuppern -> nasal

;-)

andreas

 

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