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rupse(klammert)

Freitag, Januar 13, 2006

P-was?

Wie entscheidet man sich berufstechnisch überhaupt dazu, eine Enddarmpraxis zu eröffnen? Diese Frage stellten wir (Freunde und ich) uns letztens beim nach einem gemeinsamen Essen. In dem Hinterhof der Firma des einen Mitessers und Mitgastgebers befand (mittlerweile ist die Praxis umgezogen) sich nämlich mal der Eingang zu einer solchen Praxis, die mit diesem unappetitlichen Begriff per Messingschild auf Patientenfang ging.
Wie geht das vor sich? Mußß man ein Faible für Arschlöcher haben? Sagt man sich nach dem Studium etwa: „Ey Mann scheißß drauf, ich eröffne eine Enddarmpraxis und kümmer mich zukünftig mehr um Arschlöcher – schließlich gibt es davon genug.“ Gut, man sagt wahrscheinlich eher „Ich werde Proktologe“, aber warum bleibt man dann nicht auch gleich bei diesem Begriff und entschließt sich dann doch den Begriff „Enddarmpraxis“ als Typenbezeichnung auf dem Messingschild eingravieren zu lassen? Wie war dem Mann von Mister Minit zumute, als er diesen Auftrag bekam? Zudem hätte es sich doch hier schon alleine buchstabenanzahltechnisch gerechnet, sich für „Proktologe“ als Aufschrift zu entscheiden. Vielleicht dachte der Arzt auch, daßß die Menschheit aufgrund einer akuten Lateinschwäche mit dem ‚P’-egriff nichts anfangen kann. „Druff geschisse“, wie man im Hessenland sagt – ich hätte alleine schon bei der Berufswahl weiterdenkend agiert.

2 Comments:

At 7:23 nachm., Blogger Queerbeet said...

Vielleicht gibt es ja auch noch Menschen, die mit dem Begriff "Proktologe" nichts anfangen können und er hat deshalb die Deutsche Bezeichnung gewählt.

 
At 7:27 nachm., Blogger Rupse said...

Guter Hinweis. Ich glaube, dieses Risiko würde ich hierbei aber lieber eingehen.

 

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